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Entwurf eines ersten Raumschiffs von Konstantin Ziolkowski


Denkmal für Konstantin Ziolkowski vor dem Denkmal für die Eroberer des Weltalls in Moskau, Russland


Denkmal für die Eroberer des Weltalls in Moskau, Russland


Konstantin Ciolkovskij

Konstantin Ciolkovskij war davon überzeugt, dass Leben im Universum weit verbreitet ist, dass es an verschiedenen Orten in verschieden Entwicklungsstufen existiert und insgesamt ohne Anfang und Ende ist. Hier und da jedoch, kann es neu entstehen, vergehen, geschaffen oder vernichtet werden.

Als Utopist einer heilen Welt war Ciolkovskij der Meinung, dass die höher Entwicklung des Lebens auf eine immer größere Verminderung des Leids hinausläuft. Konsequenterweise, leitete er von daher ab, dass höher entwickeltes Leben, nieder entwickeltes vernichtet, um diesem das Leiden zu ersparen. So würde es auch der Mensch tun, im Zuge seiner weiteren Entwicklung. Das niedere Leben, die Pflanzen und Tiere würden ausgerottet, und die Erde würde ein kahler Planet, der allein höchstentwickletes Leben tragen könnte, welches des niederen zu seiner Existenz nicht mehr bedarf.

Dieses höchstentwickelte Leben macht sich auf den Weg durch das All, um das Leben weiter zu tragen und seine höher Entwicklung auf verschiedenste Arten zu forcieren.

Aus der Erfahrung, dass auf unserem Planeten das Leid noch so groß ist, schloss Ciolkovskij, seiner Theorie folgend, dass außerirdisches Leben die Erde entweder noch nicht entdeckt hat, oder es vermeidet in die Entwicklung der Menschen einzugreifen, da sie etwas einzigartiges trägt.

© Pierre Kynast, Oktober 2010

LITERATUR

Konstantin Ciolkovskij in: Die neue Menschheit. Biopolitische Utopien in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Suhrkamp. Frankfurt am Main. 2005



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